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Opel Agila oder Suzuki Splash: Welchen würden Sie nehmen?
AUTO IQ
Traub
Der Suzuki Splash ist nicht nur ein guter Einkaufswagen, sondern auch ein Sparmobil: der 45-Liter-Tank reicht für rund 800 Kilometer
Der Einkaufswagen
Wendig, geräumig und variabel - der Splash überzeugt als Sparmobil für alle Dinge des Alltags
So einfach kann es gehen: Nur ein Handgriff ist nötig, um aus dem frechen Mini einen Maxitransporter für den großen Wochenendeinkauf zu machen. Wird die Fondlehne umgeklappt, gleitet die Sitzfläche automatisch leicht nach unten, so dass eine nahezu ebene Ladefläche entsteht. Und keiner muss sich Sorgen machen, das kleine Auto vielleicht zu überladen: Der 1022 Kilogramm leichte Suzuki kann beachtliche 463 Kilo wegschleppen, ohne Fahrwerk oder Bremse zu überfordern.
Im Gegensatz zum fast baugleichen Opel Agila, der ebenfalls aus dem ungarischen Suzuki-Werk kommt, hat der Japaner bereits ab mittlerer Ausstattung Club (12.000 Euro) den elektronischen Schleuderschutz ESP sowie die vorderen und hinteren Kopfairbags serienmäßig an Bord. Mutti kann den Kindersitz für den Nachwuchs auf den hinteren Isofix-Befestigungen einhaken.
Dann steigt sie bequem ein, freut sich über hohe Sitzposition, gute Übersicht und große Außenspiegel, die beim Spurwechsel wie beim Einparken die Sicherheit verbessern. Das griffige Lederlenkrad lässt sich nur vertikal verstellen, dennoch finden die meisten eine ordentliche Arbeitsposition auf dem höhenverstellbaren Vordersitz.
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Das von uns getestete Topmodell Comfort für 13.500 Euro hat von der Klimaanlage mit Pollenfilter über CD-Radio und Bordcomputer bis zu den Alu-Rädern bereits vieles an Bord, was das Autofahren angenehm macht. Eine Metallic-Lackierung für faire 325 Euro kann extra geordert werden.
Suzuki bietet für den Splash drei Motorisierungen an: zwei Benziner (65 und 86 PS) und einen Diesel (75 PS). Der 1.3 DDiS hat einen Rußfilter, ist aber mindestens 14.700 Euro teuer, und der große Benziner kostet 500 Euro mehr als der Basismotor. Dieses Aggregat passt mit seinem lustigen Nähmaschinenklang gut zum Splash. Schön: Das drehfreudige Motörchen wird nie unangenehm laut. Bei den von uns gemessenen Geräuschwerten schneidet der Dreizylinder sogar besser ab als ein früher getesteter Opel Agila mit einem Vierzylinder.
Im Stadtverkehr schwimmt der straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmte Suzuki fröhlich im Autostrom mit. Selbst über Land kommt nur selten der Wunsch nach mehr Leistung auf. Bei Bedarf kann der 65-PS-Splash sogar schnell sein: Hat er auf der Autobahn nach einigem Anlauf erst einmal Tempo 160 erreicht, hält er es tapfer durch. Selbst dann ist vom Dreizylinder nur wenig zu hören. Respekt!
An der Zapfsäule dürfte sich die Miene der Suzuki-Fahrerin weiter aufhellen. Sie muss nämlich vergleichsweise wenig bezahlen und mit vollem 45-Liter-Tank erst 800 Kilometer später erneut eine Tankstelle aufsuchen. Im Test hat sich das Auto 5,3 Liter Super auf 100 Kilometer genehmigt. Damit gehört der Suzuki Splash 1.0 zu den Sparkönigen dieser Klasse. Nur eines nervt täglich aufs Neue - dieser künstlich erzeugte Blinkerton. Der klingt wie der Ruf einer defekten Kuckucksuhr.
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