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Durch die aktuelle CO2-Diskussion geraten schwere und leistungsstarke Autos unter Druck. Leichtbau verspricht Abhilfe. Zeit, Entwürfe von Kleinserienherstellern und alltagstaugliche Interpretationen des Themas unter die Lupe zu nehmen.
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Wer hätte das gedacht: Mitten in den schönen neuen, so lang ersehnten, von der Politik herbeigeredeten und schließlich doch noch Realität gewordenen wirtschaftlichen Aufschwung platzt eine Bombe: der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).
Der darin angekündigte bedrohliche Anstieg der Kohlendioxid-, Methan- und Lachgaskonzentration - der stärkste in den vergangenen 650.000 Jahren -, und die in dessen Folge prognostizierte Erderwärmung von 4,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100, führte in Deutschland zu einer CO2-Diskussion historischen und auch hysterischen Ausmaßes.
Leichte Werkstoffe liegen im Trend
Wie begründet die derzeit geführte Diskussion auch immer sein mag - neben Risiken birgt sie auch Chancen. Technologien und Werkstoffe, die bislang als zu aufwendig und teuer geschmäht waren, rücken nun in den Fokus.
Und so fielen auf dem Genfer Automobilsalon neben alternativen Antriebskonzepten wie Vollhybridmotoren oder Brennstoffenzellen vor allem die Interpretationen zum Thema Leichtbau auf. Die Range reicht von exotisch-kompromisslosen Kreationen wie dem KTM X-Bow oder dem Lotus 2 Eleven bis hin zu dem um 100 auf rund 1.500 Kilo Gesamtgewicht abgespeckten Lamborghini Gallardo Superleggera.
Der Artega GT - eine alltagstaugliche Leichtbaukreation
Ein besonderer - weil von einer just gegründeten Firma entworfener - Sportwagen war auch darunter. Die Idee des rundum alltagstauglichen, handlich-kleinen und sportlich austrainierten Autos wurde in der Entwicklungsabteilung des weltweit tätigen westfälischen Elektronikzulieferers Paragon geboren und war in Genf in Form eines seriennahen Prototypen zu bestaunen. Mit einem 300 PS starken, hinten quer montierten 3,6-Liter-V6 nebst Sechsgang-DSG, Hinterradantrieb, ungewöhnlich kompakten Abmessungen und einer von Henry Fisker entworfenen, kraftvoll markant gezeichneten Karosserie soll der Artega GT ab Anfang 2008 von Delbrück aus auf Kundenfang gehen.
Der leistungsstarke Sechszylindersauger von Volkswagen beschert dem Artega GT ein beachtliches Leistungsgewicht von 3,6 kg/PS. Über 270 km/h Höchstgeschwindigkeit und weniger als fünf Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h scheinen da durchaus realistisch zu sein. Die Gewichtsverteilung wird auf Grund des Heckmotors 60 zu 40 Prozent zu Gunsten der hinteren Antriebsachse betragen.
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